Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Malsch

Kategorie: Aktuelles Veröffentlicht: Montag, 03. Februar 2014 Geschrieben von Super User

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Malsch für das Berichtsjahr 2013 konnte Kommandant Peter Maschler im Feuerwehrgerätehaus Malsch den Stellvertretenden Bürgermeister Konrad Fleckenstein, den Ehrenkommandanten Walter Erhard, die Altersabteilung mit ihrem Leiter Heinz Berger, Herren des Gemeinderats und die Aktiven der Einsatzabteilung begrüßen. Peter Maschler wünschte der Versammlung einen guten und harmonischen Verlauf.

Bei der Totenehrung gedachte man in einer Schweigeminute allen Feuerwehrangehörigen, die im vergangenen Jahr während des Einsatzes, auf der Fahrt dorthin oder durch Krankheit ihr Leben lassen mussten. Mittlerweile war auch Bürgermeister und Ehrenmitglied Werner Knopf eingetroffen.

Im Jahresbericht des Kommandanten befasste sich dieser mit den Schwerpunkten Einsätze, Feuersicherheitsdienste, Sonderdienste, Übungen, Ausbildung und Lehrgänge, Mitgliederstand, Fahrzeuge und Geräte sowie Aktivitäten und Statistik.

Im Berichtsjahr 2013 musste die Feuerwehr Malsch zu stattlichen 29 Einsätzen ausrücken, dabei waren 8 Einsätze an einem Tag (Sturm> Wasser im Keller) abgearbeitet worden. Die Einsätze gliedern sich wie folgt: Drei Kleinbrände, ein Mittelbrand, ein Großbrand, neun Technische Hilfeleistungen Wasser im Keller, eine Technische Hilfeleistung Öl, zwei Technische Hilfeleistungen Türöffnungen, zwei Technische Hilfeleistungen Sturm, vier Technische Hilfeleistungen Verkehrsunfälle (hier waren zwei Schwerverletzte und ein Toter zu beklagen) sowie sechs Fehlalarme ausgelöst durch Brandmeldeanlagen. Weiterhin mussten sechs Feuersicherheitsdienste (FSD) und neun Sonderdienste abgeleistet werden, bei denen die Feuerwehr im Vereinsleben der Gemeinde Malsch aktiv mitgewirkt hat. Vier FSD waren bei verschiedenen Fastnachtsveranstaltungen in der Letzenberghalle eingesetzt, außerdem wurde die Polizei beim Fastnachtsumzug am Fastnachtsonntag unterstützt. Beim alljährlichen Flugplatzfest stellte die Wehr Samstags vier Mann und Sonntags acht Mann in zwei Schichten zum Brandschutz ab, beim Wandertag der Letzenberg- Wanderer wurden an zwei Tagen jeweils vier Mann zur Verkehrsregelung angefordert. Die Feuersicherheitsdienste zählen statistisch zu den Einsätzen, da für diese Dienste von den Veranstaltern ausgebildetes Personal angefordert wird. Im Jahr 2013 wurden 19 Übungsdienste, untergliedert in Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Gefährliche Stoffe und Güter usw. abgehalten. Die Ausbildungs- und Übungsdienste wurden im vergangenen Jahr Freitagsabends durchgeführt, im kommenden Jahr will man die Übungstermine wieder Mittwochsabends und Freitagsabends im Wechsel abhalten. Zusätzlich kamen für einige Feuerwehrangehörige noch verschiedene Ausbildungsveranstaltungen, Lehrgänge und auch Führungslehrgänge hinzu. So waren drei Kameraden auf dem Gruppenführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal, ein Kamerad nahm am Kommandantenlehrgang teil, zwei Feuerwehrangehörige waren auf einem Öffentlichkeitsarbeitsseminar und ein Kamerad besuchte das Seminar „Abenteuer in Rot“. Sieben Einsatzkräfte zeigten ihr Können am Wieslocher Rettungstag beim 150- jährigen Jubiläum der Feuerwehr Wiesloch, bei dem verschiedene Unfallszenen abgehandelt werden mussten und hierzu mit verschiedenen Gerätschaften gearbeitet wurde. Zudem mussten die derzeit verfügbaren Atemschutzgeräteträger im Dezember 2013 die Atemschutzstrecke bei der Berufsfeuerwehr Heidelberg durchlaufen.

Derzeit versehen 32 Aktive, davon vier Frauen, 38 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr bzw. Bambini- Feuerwehr und zehn Kameraden der Altersabteilung ihren Dienst bei der Feuerwehr Malsch. Der Feuerwehr Malsch stehen derzeit ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, ein Staffellöschfahrzeug StLF 10/6 sowie ein Mannschaftstransportwagen (MTW) zur Verfügung. Zusätzlich besitzt die Gemeindefeuerwehr einen Mehrzweckanhänger mit der Beladung zur Ölspurbeseitigung, zum Aufnehmen von Öl und Chemikalien und zum Abdichten von Leckagen und Gullys. Ein Geräteanhänger steht zum Transport von Nachschub oder verunreinigten Einsatzmaterialien, wie z. B. Schläuche zur Verfügung. Der zur Verfügung stehende Schlauchanhänger ist zusätzlich mit einer Tragkraftspritze TS 8/8, einem Wasserschaumwerfer und vier Schaummittelkanistern beladen. Im Jahr 2013 wurde eine Schmutzwasserpumpe beschafft, die eine Förderleistung von 2500 Liter und einem Größtkorndurchlass von 80 mm hat.

Das vergangene Jahr startete man mit einem Feuerwehrbrunch für alle Aktiven der Einsatzabteilung, welcher von Petra Gerschütz- Sobolewski vorbereitet und durchgeführt wurde. Wie schon seit 2012 veranstaltete man das Maibaumfest auf dem Dorfplatz, das aufgrund des schlechten Wetters nicht so gut besucht war. Mitte Juni startete eine größere Gruppe von Aktiven mit Frauen und Kindern einen Wochenendtrip ins Wanderheim „Dicke Eiche“ nach Hauenstein, eine Abseil- und Kletterübung fand danach bei den Naturfreunden von Jöhlingen statt. Kurz vor der Sommerpause wurde wieder eine Aufräum- und Putzaktion rund ums Feuerwehrgerätehaus mit anschließendem Grillfest durchgeführt. Auch der Ferienspaß- Nachmittag war von den Kindern und Jugendlichen mit ihren Eltern wieder recht gut angenommen worden. Traditionell fand dann der Kameradschaftsabend den Abschluss des Jahres, bei dem wieder etliche Kameraden geehrt und befördert wurden und man zur Pflege der Kameradschaft in gemütlicher Runde, weg vom Alltagsstress, feiern konnte.

Im Jahr 2013 wurden 424 Stunden Übungsdienst und 753 Stunden Einsatzdienst abgeleistet, wobei der Einsatz bei der Fa. CREATON 253 Stunden abverlangte. Hinzu kommen noch der Mehraufwand der einzelnen Funktionsträger wie Gruppenführer, Betreuer, Jugendwarte, Schriftführer, Beisitzer, Kassierer, Gerätewarte und Kommandanten. Zusätzlich seien hier noch die vielen Reparaturen, Neuinstallationen sowie Putzaktionen einzelner Feuerwehrangehörigen erwähnt.

Kassiererin Ute Schwab konnte von einer zufriedenstellenden Kassenlage berichten. Hier wurden sämtliche Einträge, wie Einnahmen von Veranstaltungen, Feuersicherheitsdienst, Feuerwehreinsätze, aber auch alle Ausgaben sorgfältig aufgeführt.

Heribert Renninger teilte in seinem Bericht mit, dass er am 16.12.2013 zusammen mit Theo Heinzmann als Kassenprüfer die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Malsch geprüft hat. Hier wurden sämtliche Eintragungen im Kassenbuch, wie Einnahmen und Ausgaben, sorgfältig geprüft, dabei haben sich keinerlei Beanstandungen ergeben. Das Kassenbuch wurde ordnungsgemäß von der Kassiererin Ute Schwab geführt. Heribert Renninger sprach im Namen der beiden Kassenprüfer ein Lob an die Kassiererin aus.

Für die Jugendfeuerwehr folgte der Jahresbericht der Jugendfeuerwehrwartin Melanie Kutning. Im Januar 2013 hatte die Jugendfeuerwehr 18 Mitglieder und 5 Betreuer. Im Laufe des Jahres sind zwei Jugendliche ausgetreten, auch haben zwei der Betreuer das Team verlassen. Zum Jahresende zählte man 23 Mitglieder und drei Betreuer. Die weiterhin steigenden Mitgliederzahlern sind auch durch die Bambini- Feuerwehr erklärbar. Viele Mitglieder entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fördern, damit keiner auf der Strecke bleibt und alle Spaß haben ist nicht immer leicht und braucht Betreuer. Glücklicherweise konnte man für das kommende Jahr 2014 Michael Würth als neuen Jugendleiter gewinnen. Der Dienstplan umfasste verschiedene Übungen in Theorie und Praxis, die Übungsdienste fanden alle zwei Wochen, montagabends statt. Schon wie im Jahr 2012 wurden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in zwei Gruppen, je nach Alter, unterteilt. Auch über die Sommerferien wurden erstmals Übungsdienste angeboten, welche von den Kids gerne angenommen wurden. Das Jahr 2013 brachte viele Aktivitäten. So gab es zu Jahresbeginn eine Fackelwanderung in den Weinbergen, im März erfolgte die Teilnahme bei der Großübung der Jugendfeuerwehr in Wiesloch, zusätzlich unterstützte man die Hochwasser- Opfer von Deggendorf mit Materialspenden. Zu den Übungen kommen noch der Waffelverkauf beim Maibaumfest, die Unterstützung der Einsatzabteilung beim Ferienspaß- Nachmittag, Teilnahme am Martinszug und Teilnahme am Kameradschaftsabend hinzu. Weitere Highlights waren Drehleiter- Fahren in Bad Langenbrücken, Teilnahme am Jugendaktionstag im Europa- Park sowie der Besuch der Flughafenfeuerwehr in Stuttgart.

Peter Maschler verlas anschließend den Bericht für die Bambini- Feuerwehr. Diese besteht zur Zeit aus 16 Mitgliedern, Tendenz steigend. Geleitet wird die Bambini- Feuerwehr von der Jugendwartin Melanie Kutning mit ihren Betreuern Michael Würth, Petra Gerschütz- Sobolewski, Heiko Kirschenlohr, Markus Hill und Peter Maschler. Im vergangenen Jahr waren 11 Übungen zu verzeichnen. Für die Bambinis wurden 2013 6 D- Schläuche á 10 Meter, 1 Verteiler und 3 Hohlstrahlrohre angeschafft. Im Jahr 2014 wird der Betreuer Michael Würth die Bambini- Feuerwehr verlassen und als Jugendleiter zur Jugendfeuerwehr wechseln. Für 2014 sind für die Jüngsten weitere Beschaffungen vorgesehen, damit man ihnen ein interessantes Angebot an Spiel, Spaß und Ausbildung bieten kann.

Peter Maschler gab nach dem Bambini- Bericht einen Einblick in die Tätigkeiten der Gerätewarte, da der Gerätewart Florian Oestringer verhindert war.  Die Aufgabenbereiche der Gerätewarte setzte sich zusammen aus Geräten und Ausrüstung sowie Fahrzeuge, Anhängern und Aggregate. Eine immense Arbeit und gleichzeitig Hauptaufgabe der Gerätewarte stellten das ganze Jahr über Wartungen, Reparaturen, monatliche Prüfungen, Instandhaltungs- und Überprüfungsarbeiten sowie Herstellung der Funktions- und Einsatzbereitschaft der feuerwehrtechnischen Geräte, Fahrzeugen und Anhängern dar. Fahrzeuge und Anhänger wurden zu Inspektionen und TÜV- Überprüfungen gebracht und wieder abgeholt. Weiter wurden die Leitern geprüft, Sicherheitsleinen und Feuerwehrsicherheitsgurte kontrolliert und regelmäßig die Fahrzeuge auf Vollständigkeit überprüft. Des weiteren wurden die Dichtkissen und die Hebekissen sowie das hydraulische Rettungsgerät geprüft. Für den im Januar 2013 ausgeschiedenen Gerätewart Josef Frank werden sich die beiden Kameraden Florian Oestringer und Holger Knab (diesen konnte man noch zusätzlich im vergangenen Jahr dazu gewinnen) das Amt des Gerätewarts teilen, hier sind bereits Fortbildungslehrgänge vorgesehen, um die Arbeiten als Gerätewart verrichten zu können.

Tobias Kutning informierte über die Arbeit der Atemschutzgerätewarte. Die sehr zeitintensive und verantwortungsvolle Arbeit der Atemschutzgerätewarte unterliegt strengen Richtlinien und Vorschriften. Außer der ständigen Einsatzbereitschaft der Atemschutzgeräte (PA) umfasst die Arbeit das Erstellen und Führen von Listen und Protokollen, das Reinigen, desinfizieren und Prüfen von Atemschutzmasken, Lungenautomaten und Grundgeräten nach jeder Übung/ jedem Einsatz, den Austausch von Teilen mit vorgeschriebenen Tauschfristen an Masken und Lungenautomaten, die Einhaltung und Durchführung verschiedener Prüffristen, das Füllen von Atemluftflaschen, die Einhaltung der TÜV- Termine, die Dokumentation und Führen der Atemschutzüberwachung und die Einsatz- Tauglichkeit der Atemschutzgeräteträger (PA) sicherzustellen. Die derzeitige Ausstattung beläuft sich auf 10 PA- Grundgeräten, 16 Lungenautomaten, 31 Vollmasken und 30 Atemluft- Flaschen. Im Berichtsjahr verfügt die Feuerwehr Malsch über 8 ausgebildete und für den Einsatzdienst taugliche Atemschutzgeräteträger (PA). Anfang des Jahres wurde für die Aus- und Weiterbildung der Atemschutzgeräteträger ein Training bei der Feuerwehr Altensteig organisiert, bei dem die Atemschutzgeräteträger in einer Containeranlage mit echtem Brandrauch verschiedene Einsätze unter realistischen Bedingungen durchspielen konnten. Auch wurden für die Atemschutzgeräteträger 2 Termine bei der Berufsfeuerwehr Heidelberg durchgeführt, bei denen sie die einmal im Jahr geforderte Belastungsübung durchlaufen konnten. Zum Schluss seines Berichts bedankte sich Tobias Kutning bei Markus Hill, Peter Maschler und Reinhold Spieler, die ihn während des Jahres bei seiner Arbeit unterstützt haben.

Bevor Bürgermeister und Ehrenmitglied Werner Knopf die Entlastung des Feuerwehrausschusses vornahm, überbrachte er die Grüße des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung. Zu den Berichten der einzelnen Fachgebiete gab es laut Bürgermeister Knopf wenig hinzuzufügen. Den aktiven Feuerwehrangehörigen, besonders den Funktionsträgern, sprach er Worte des Dankes und der Anerkennung für die geleistete Arbeit sowie den enormen Zeitaufwand aus und wünschte allen ein gutes Jahr und eine gute Ausbildung, auch im Namen der Bevölkerung und des Gemeinderats. An dieser Stelle ging der Bürgermeister noch einmal über den Großbrand Anfang des Jahres bei der Fa. CREATON an der Bundesstraße B 3 ein, welcher später noch in verschiedenen Gesprächen mit dem Kreisbrandmeister, seinen Stellvertretern und sonstigen Führungsträgern aufgearbeitet wurde. Die Gemeinde ist verpflichtet eine Feuerwehr zu unterhalten, hier sei die Unterstützung der Gemeinde und des Gemeinderats stets gewährleistet, um die notwendig benötigten Mittel zu beschaffen. Knopf freute es sichtlich, dass man sich besonders um den Nachwuchs in der Feuerwehr bemüht.

Da zu den Berichten der einzelnen Fachgebiete keine Fragen mehr zu verzeichnen waren, konnte so der Antrag auf Entlastung des Feuerwehrausschusses von den aktiven Feuerwehrangehörigen einstimmig angenommen werden.

Nachdem auch keine Anträge eingegangen waren, bedankte sich Peter Maschler zum Ende der Versammlung bei allen Anwesenden und lud noch zu einem kleinen Imbiss ein

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