Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Malsch 2018

Kategorie: Aktuelles Veröffentlicht: Montag, 12. Februar 2018 Geschrieben von Super User

Kommandant Michael Würth konnte zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Malsch für das Berichtsjahr 2017 im Feuerwehrhaus Malsch neben den Feuerwehrangehörigen der Einsatzabteilung und der Alterswehr besonders Bürgermeisterin Sibylle Würfel, Damen und Herren des Gemeinderats, Unterkreisführer Jürgen Förderer sowie Ehrenkommandant Walter Erhard begrüßen. Michael Würth wünschte der Versammlung einen guten und harmonischen Verlauf.

Bei der Totenehrung gedachte man in einer Schweigeminute allen Feuerwehrangehörigen, die im vergangenen Jahr während des Einsatzes, auf der Fahrt dorthin oder durch Krankheit ihr Leben lassen mussten.

Im Anschluss  war es dem Kommandanten sichtlich eine Freude, James Wells zum Feuerwehranwärter zu ernennen sowie Ute Schwab für ihren 35- jährigen Feuerwehrdienst mit einer Feuerwehrmedaille mit Urkunde zu ehren.

Im Jahresbericht des Kommandanten

informierte dieser über die Einsätze, Feuersicherheitswachdienste, Sonderdienste, zahlreichen Übungen und Ausbildungen sowie den Stand der Mitglieder, Fahrzeuge und Geräte. Im Berichtsjahr 2017 musste die Freiwillige Feuerwehr Malsch zu 20 Einsätzen ausrücken. Die Einsätze gliedern sich in 4 Brandeinsätze, 13 Technische Hilfeleistungen sowie 3 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen oder in gutem Glauben. Weiterhin mussten 8 Feuersicherheitswachdienste (FSWD) und neun Sonderdienste abgeleistet werden, bei denen die Feuerwehr im Vereinsleben der Gemeinde Malsch aktiv mitgewirkt hat. 6 FSWD waren bei verschiedenen Fastnachtsveranstaltungen in der Letzenberghalle eingesetzt, außerdem wurde die Polizei beim Fastnachtsumzug am Fastnachtsonntag unterstützt. Beim alljährlichen Flugplatzfest stellte die Wehr samstags und sonntags je acht Mann in zwei Schichten zum Brandschutz ab. Im Jahr 2017 wurden 28 Übungsdienste, untergliedert in Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Gefährliche Stoffe und Güter abgehalten. Die Ausbildungs- und Übungsdienste wurden im vergangenen Jahr Mittwochabends und Freitagabends im Wechsel durchgeführt. Es wurde eine gemeinsame Übung mit Rettigheim abgehalten sowie eine Führungskräfteausbildung mit Rettigheim und Malschenberg. Darüber hinaus gab es eine Tagesübung zur Schaumanwendung in Ladenburg, eine Heiß- Container-Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger und einer Ganztagesübung mit Schwerpunkt Technische Hilfeleistung mit Fahrzeugen. Zusätzlich kamen für einige Feuerwehrangehörige und Ausbilder noch verschiedene Ausbildungsveranstaltungen hinzu. So waren in diesem Jahr 1 Aktiver auf Zugführerlehrgang, 1 Aktiver auf Truppmann1- Lehrgang mit Sprechfunklehrgang, 4 Aktive auf Seminaren zum Thema Jugendfeuerwehr, 1 Aktiver auf Feuerwehrkommandantenlehrgang und 1 Angehöriger der Malscher Wehr auf Atemschutzgeräteträgerlehrgang. Derzeit versehen 34 Aktive, davon 3 Frauen, 20 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr/Bambini- Feuerwehr und 8 Kameraden der Altersabteilung ihren Dienst bei der Feuerwehr Malsch. Die Bambinis standen im Berichtsjahr unter der Obhut von Carmen Hill, Nadine Klein, Melanie Kutning und Peter Maschler. Die Altersabteilung wird weiterhin engagiert von Heinz Berger organisiert und geleitet. Die Jugendabteilung unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Manuel Siegel mit den Betreuern Maik Wedl und Markus Hill. Der Feuerwehr Malsch stehen derzeit ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, ein Staffellöschfahrzeug StLF 10/6 sowie ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) zur Verfügung. Zusätzlich besitzt die Gemeindefeuerwehr einen Mehrzweckanhänger mit der Beladung zur Ölspurbeseitigung, zum Aufnehmen von Öl und Chemikalien und zum Abdichten von Leckagen und Gullys. Ein Geräteanhänger steht zum Transport von Nachschub oder verunreinigten Einsatzmaterialien, wie z. B. Schläuche zur Verfügung.

Der zur Verfügung stehende Schlauchanhänger ist zusätzlich mit einer Tragkraftspritze TS 8/8, einem Wasserschaumwerfer und vier Schaummittelkanistern beladen. Ein Höhepunkt des Jahres 2017 war sicher neben der Indienststellung des neuen MTW der Ausflug an den Bodensee mit Besuch bei der befreundeten Wehr in Neukirch und deren „Hexenfest“.

Der neue MTW, ein Opel Movano, wurde im Rahmen des Oktoberfestes in Dienst gestellt. Die erste „Fire- Night“ am Samstagabend war ein tolles Fest und erntete viel positive Resonanz bei den Besuchern und den Mitwirkenden.

Für die Kinder des Kindernestes fand in 2017 wieder eine Brandschutzerziehung statt. Hierzu wurde eine Räumungsübung unter Beobachtung der Feuerwehr durchgeführt, anschließend hatten die Kinder Gelegenheit das Feuerwehrauto zu erkunden. Im August fanden wieder recht viele Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern den Weg in Feuerwehrhaus zum Ferienspaß- Nachmittag, was die anwesenden Feuerwehrleute sehr freute und dabei auch das eine oder andere Kind sich für die Bambinis begeistern konnte. Traditionell fand dann der Kameradschaftsabend den Abschluss des Jahres, bei dem wieder etliche Kameraden geehrt und befördert wurden und man zur Pflege der Kameradschaft in gemütlicher Runde, weg vom Alltagsstress, feiern konnte. Für das Jahr 2018 sind neben den Sonderdiensten und dem Übungsbetrieb wieder einige Aktivitäten geplant: Die Gewinnung weiterer Mitglieder zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft unter Tag wird gemeinsam mit der Gemeinde aktiv weiterverfolgt. Die weitere Umsetzung des Ausbildungskonzeptes, Fortbildung für die Führungskräfte, eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren und der Kreisführung, die Ersatzbeschaffung diverser Ausrüstungsgegenstände stehen an erster Stelle.

Kassiererin Ute Schwab konnte anschließend von einer gerade nicht zufrieden stellenden Kassenlage berichten. Hier wurden sämtliche Einträge, wie Einnahmen von Veranstaltungen, Feuersicherheitsdienst, Feuerwehreinsätze, aber auch alle Ausgaben sorgfältig aufgeführt.

Heribert Renninger teilte in seinem Bericht mit, dass er am 18.12.2017 zusammen mit Theo Heinzmann als Kassenprüfer die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Malsch geprüft hat. Hier wurden sämtliche Eintragungen im Kassenbuch, wie Einnahmen und Ausgaben, sorgfältig geprüft, dabei haben sich keinerlei Beanstandungen ergeben. Das Kassenbuch wurde ordnungsgemäß von der Kassiererin Ute Schwab geführt. Heribert Renninger sprach im Namen der beiden Kassenprüfer ein Lob an die Kassiererin aus. Jugendfeuerwehrwart Manuel Siegel teilte in seinem Bericht mit, dass der Mitgliederstand der Jugendfeuerwehr Malsch aus 13 Jugendlichen besteht. Die Jugendlichen hatten im Berichtsjahr 20 Übungen abgehalten, darunter eine Übung mit der Einsatzabteilung. Im letzten Jahr hatte man bei der Bereichsübung der Jugendfeuerwehr Rot teilgenommen und über Pfingsten war man beim Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr Rhein- Neckar- Kreis in Mannheim. Manuel Siegel bedankte sich abschließend bei seinen Kameraden der Einsatzabteilung für die Unterstützung in diesem Jahr.

Den Bericht der Bambini- Betreuer verlas Peter Maschler. Im Berichtsjahr fanden wieder regelmäßige Treffen 1x im Monat statt. Das Betreuerteam bestand aus Peter Maschler, Nadine Klein, Carmen Hill und Melanie Kutning. In 2018 wolle man gezielt Werbung machen, da die meisten der Kinder acht Jahre werden und somit in die Jugendfeuerwehr überwechseln.

Peter Maschler gab anschließend auch einen Einblick in die Tätigkeiten der Gerätewarte. Hier wurden wieder unzählige Meter Schlauch gewaschen, geprüft, getrocknet, gewickelt und in fahrbaren Schlauchregalen gelagert. Die monatlichen Überprüfungen der Gerätschaften auf Einsatzbereitschaft sowie Kontrolle der Einsatzfahrzeuge und Anhänger sowie die jährlichen Prüfungen waren sehr zeitaufwendig. Maschler bedankte sich bei seinen Gerätewartkollegen und Kameraden der Einsatzabteilung für die gute Zusammenarbeit im vergangene Jahr.

Markus Hill informierte anschließend über das Fachgebiet Atemschutz. Im Jahr 2017 wurden die Prüfungen der Atemschutzgeräte von der Firma Jörg Stein in Leimen gemäß den vorgegeben Richtlinien und gesetzlichen Vorschriften durchgeführt. Die Reinigung und Desinfektion der Masken, Lungenautomaten und Grundgeräten wurden weiterhin in unserer Atemschutzwerkstatt im Feuerwehrhaus durchgeführt. Ebenfalls die Dokumentation und Überwachung der Prüfintervalle der Geräte sowie der G-26 Untersuchungen der einzelnen Atemschutzgeräteträger. Auch das Befüllen der Atemluftflaschen und der Arbeitsflaschen wurde in Malsch vorgenommen. Die derzeitige Ausstattung beläuft sich auf 10 PA- Grundgeräte, 16 Lungenautomaten, 27 Vollmasken und 30 Atemluft- Flaschen. Im Berichtsjahr verfügt die Feuerwehr Malsch über 10 ausgebildete und für den Einsatzdienst taugliche Atemschutzgeräteträger (PA). Im Dezember besuchten fünf Kameraden der Malscher Wehr die Berufsfeuerwehr Heidelberg für eine gemeinsame Belastungsübung. Zum Schluss seines Berichts bedankte sich Markus Hill bei allen, die ihn während des Jahres bei seiner Arbeit unterstützt haben.

Bevor Bürgermeisterin Sibylle Würfel die Entlastung des Feuerwehrausschusses vornahm, überbrachte sie die Grüße des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung und wünschte den Anwesenden noch ein gutes neues Jahr 2018. Sie freute sich besonders, dass das Angebot der Jugendfeuerwehr und auch den Bambinis im vergangenen Jahr wieder gut angenommen wurde. Die Gemeinde wird in diesem Jahr die Mitgliedergewinnung in den Vordergrund stellen, um die Einsatzbereitschaft der Einsatzabteilung wieder zu verstärken. Sie richtete diesbezüglich die Bitte an alle Feuerwehrangehörigen zusammenzuhalten, um die Wehr aufrecht zu erhalten. Zu den Berichten der einzelnen Fachgebiete gab es laut Bürgermeisterin Würfel wenig hinzuzufügen. Den aktiven Feuerwehrangehörigen der Einsatzabteilung, besonders den Funktionsträgern, sprach sie Worte des Dankes und der Anerkennung für die geleistete Arbeit sowie den enormen Zeitaufwand aus. Da zu den Berichten der einzelnen Fachgebiete keine weiteren Fragen mehr zu verzeichnen waren, konnte so der Antrag auf Entlastung des Feuerwehrausschusses von den aktiven Feuerwehrangehörigen einstimmig angenommen werden.

Unterkreisführer Jürgen Förderer bedankte sich für die Einladung und berichtete über das Fachgebiet Atemschutz im Rhein-Neckar-Kreis. Er freute sich über die Arbeit der Atemschutzgerätewarte in Malsch und mahnte aber, dass dies auf Dauer nicht tragbar sei.  Es müsse wieder kreisweit eine Atemschutzgerätewerkstatt eingerichtet werden, hier ist der Kreis gefragt, Lösungen zu finden. Weiter sprach Förderer die Themen "Türöffnungen" und den Feuernotruf "112" an. Er bedankte sich abschließend bei allen für ihre Arbeit bei der Feuerwehr und wünschte alles Gute.

Nachdem auch keine Anträge eingegangen waren, bedankte sich Michael Würth zum Ende der Versammlung bei allen Anwesenden und lud noch zu einem kleinen Imbiss ein.

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