Jahreshauptversammlung 2019 der Freiwilligen Feuerwehr Malsch

Kategorie: Aktuelles Veröffentlicht: Dienstag, 29. Januar 2019 Geschrieben von JM

-Peter Maschler neuer zweiter Stellvertretender Kommandant-

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Malsch für das Berichtsjahr 2018 konnte Kommandant Michael Würth neben zahlreichen Angehörigen der Einsatzabteilung und der Alterswehr auch Bürgermeisterin Sibylle Würfel, anwesende Gemeinderäte und den ehemaligen Unterkreisführer Jürgen Förderer im Feuerwehrhaus willkommen heißen. Michael Würth wünschte der Versammlung einen guten und harmonischen Verlauf.

Bei der Totenehrung gedachte man in einer Schweigeminute allen Feuerwehrangehörigen, die im vergangenen Jahr während des Einsatzes, auf der Fahrt dorthin oder durch Krankheit ihr Leben lassen mussten. Der Kommandant schilderte im Anschluss hierzu ein aktuelles Ereignis, bei dem kürzlich zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen sind weshalb auch das Innenministerium die Feuerwehren um Trauerflor an den Feuerwehrfahrzeugen gebeten hatte. Wieder einmal eine Mahnung an die Kameraden, dass der Feuerwehrdienst kein Hobby ist, sondern ein Dienst mit Gefahren.

Im Jahresbericht des Kommandanten informierte dieser über

die Einsätze, Feuersicherheitswachdienste, Sonderdienste, zahlreichen Übungen und Ausbildungen sowie den Stand der Mitglieder, Fahrzeuge und Geräte. Im Berichtsjahr 2018 musste die Freiwillige Feuerwehr Malsch zu 27 Einsätzen ausrücken. Die Einsätze gliedern sich in 7 Brandeinsätze, 14 Technische Hilfeleistungen sowie 6 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen oder in gutem Glauben. Die Brandeinsätze setzen sich aus 6 Kleinbränden (Essen auf Herd, Gartenhausbrand, Mülleimerbrand, Brandnachschauen) und einem Mittelbrand (Silobrand in Kronau) zusammen. Die 14 Hilfeleistungen untergliedern sich in 5 Türöffnungen und einer Türverschließung, zwei Verkehrsunfällen, 5 Sturmeinsätze und einer Tierrettung. Zu den 6 Fehlalarmierungen zählen 5 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen und einem böswilligen Fehlalarm am Bahnhof Rot- Malsch.

Weiterhin mussten 8 Feuersicherheitswachdienste (FSWD) und neun Sonderdienste abgeleistet werden, bei denen die Feuerwehr im Vereinsleben der Gemeinde Malsch aktiv mitgewirkt hat. 6 FSWD waren bei verschiedenen Fastnachtsveranstaltungen in der Letzenberghalle eingesetzt, außerdem hatte man die Feuerwehr Mühlhausen beim Fastnachtsumzug in Mühlhausen durch Absperrmaßnahmen unterstützt. Beim alljährlichen Flugplatzfest stellte die Wehr samstags und sonntags je acht Mann in zwei Schichten zum Brandschutz ab. Im Jahr 2018 wurden 28 Übungsdienste, untergliedert in Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Gefährliche Stoffe und Güter abgehalten. Die Ausbildungs- und Übungsdienste wurden im vergangenen Jahr wieder Mittwochabends und Freitagabends im Wechsel durchgeführt. Die Stunden und Inhalte wurden in diesem Jahr erstmals erfasst und zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft ausgewertet. Umgesetzt wurde auch die neue Regelung zur Mindestbeteiligung an Übungen. Darüber hinaus gab es eine Heiß-Container-Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger (PA) unserer Wehr und externer Kameraden, die wieder sehr gut angenommen wurde.

In 2018 wurden fünf neue Kameradinnen/Kameraden zu Feuerwehranwärtern und drei Kameraden Feuerwehrmännern ernannt. Zwei Kameraden wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert und beim Kameradschaftsabend wurden vier Ehrungen für verdienste Feuerwehrangehörigen vorgenommen. Zusätzlich besuchten in diesem Jahr zwei Angehöriger der Malscher Wehr den Truppmann Teil1 Lehrgang mit integriertem Sprechfunklehrgang. Derzeit versehen 31 Aktive, davon 3 Frauen, 13 Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr/Bambini- Feuerwehr und 8 Kameraden der Altersabteilung ihren Dienst bei der Feuerwehr Malsch. Die Bambinis standen im Berichtsjahr unter der Obhut von Nadine Klein und Carmen Hill. Die Altersabteilung wird weiterhin engagiert von Heinz Berger organisiert und geleitet. Die Jugendabteilung unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Manuel Siegel mit den Betreuern Maik Wedl und Markus Hill. Der Feuerwehr Malsch stehen derzeit ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, ein Staffellöschfahrzeug StLF 10/6 sowie ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) zur Verfügung. Zusätzlich besitzt die Gemeindefeuerwehr einen Mehrzweckanhänger mit der Beladung zur Ölspurbeseitigung, zum Aufnehmen von Öl und Chemikalien und zum Abdichten von Leckagen und Gullys. Ein Geräteanhänger steht zum Transport von Nachschub oder verunreinigten Einsatzmaterialien, wie z. B. Schläuche zur Verfügung. Der zur Verfügung stehende Schlauchanhänger ist zusätzlich mit einer Tragkraftspritze TS 8/8, einem Wasserschaumwerfer und vier Schaummittelkanistern beladen. Schwerpunkt in 2018 waren die Gewinnung neuer Aktiver Kameraden, denn ohne motiviertes, engagiertes und gut ausgebildetes Personal kann unsere Feuerwehr ihren Auftrag nicht erfolgreich erfüllen. Fünf neue Kameradinnen und Kameraden sind bei der umfassenden Aktion über Plakate und Artikel, Briefe und Flyer in der aktiven Abteilung aufgenommen worden, die alle jetzt im Frühjahr zu ihrer Grundausbildung angemeldet sind, danach hoffentlich zahlreich auf die Atemschutzausbildung gehen und der Feuerwehr Malsch dann hoffentlich lange erhalten bleiben.

Traditionell war dann der Kameradschaftsabend der Abschluss des Jahres, bei dem wieder etliche Kameraden geehrt und befördert wurden und man zur Pflege der Kameradschaft in gemütlicher Runde, weg vom Alltagsstress, feiern konnte.

Kassiererin Ute Schwab konnte anschließend von einer gerade nicht zufrieden stellenden Kassenlage berichten. Hier wurden sämtliche Einträge, wie Einnahmen von Veranstaltungen, Feuersicherheitsdienst, Feuerwehreinsätze, aber auch alle Ausgaben sorgfältig aufgeführt. Aufgrund der noch nicht ausreichenden Besucherzahlen bei der FireNight und dem ausgefallenen Stand am Fastnachtsumzug waren kaum Einnahmen für die Kameradschaftskasse zu verzeichnen. Hier soll in 2019 wieder ein Plus erzielt werden. Der tolle Ausflug in die Pfalz, mehrere Verpflegungen bei Veranstaltungen und die Geschenke für die Kameraden am Jahresende wurden wie immer aus der Kameradschaftskasse bezahlt, so dass am Jahresende ein deutliches Minus zu Buche schlug. Der geplante Getränkestand am Fastnachtsumzug, eine hoffentlich besser besuchte FireNight mit neuem Termin im September sowie einige andere Maßnahmen sollen dies in 2019 wieder ins Positive drehen.

Heribert Renninger teilte in seinem Bericht mit, dass er am 17.12.2018 zusammen mit Theo Heinzmann als Kassenprüfer die Kameradschaftskasse der Freiwilligen Feuerwehr Malsch geprüft hat. Hier wurden sämtliche Eintragungen im Kassenbuch, wie Einnahmen und Ausgaben, sorgfältig geprüft, dabei haben sich keinerlei Beanstandungen ergeben. Das Kassenbuch wurde ordnungsgemäß von der Kassiererin Ute Schwab geführt. Heribert Renninger sprach im Namen der beiden Kassenprüfer ein Lob an die Kassiererin aus.

In Vertretung von Jugendfeuerwehrwart Manuel Siegel teilte Jugendleiter Markus Hill in seinem Bericht mit, dass der Mitgliederstand der Jugendfeuerwehr Malsch aus 9 Jugendlichen besteht. Die Jugendlichen hatten im Berichtsjahr 19 Übungen abgehalten, darunter eine Übung mit der Einsatzabteilung.

Den Jahresbericht der Bambini- Betreuer verlas die Bambini- Leiterin Nadine Klein. Zum Ende des Jahres zählt die Bambini- Gruppe 7 Kinder. Im Berichtsjahr fanden wieder regelmäßige Treffen 1x im Monat statt, insgesamt waren es 10 Veranstaltungen. Das Betreuerteam bestand Ende 2018 aus Nadine Klein und Carmen Hill.

Peter Maschler gab anschließend auch einen Einblick in die Tätigkeiten der Gerätewarte. Hier wurden wieder unzählige Meter Schlauch gewaschen, geprüft, getrocknet, gewickelt und in fahrbaren Schlauchregalen gelagert. Die monatlichen Überprüfungen der Gerätschaften auf Einsatzbereitschaft sowie Kontrolle der Einsatzfahrzeuge und Anhänger sowie die jährlichen Prüfungen waren sehr zeitaufwendig.

Markus Hill informierte anschließend über das Fachgebiet Atemschutz. Im Jahr 2018 wurden die Prüfungen der Atemschutzgeräte von der Firma Jörg Stein in Leimen gemäß den vorgegeben Richtlinien und gesetzlichen Vorschriften durchgeführt. Die Reinigung und Desinfektion der Masken, Lungenautomaten und Grundgeräten wurden weiterhin in unserer Atemschutzwerkstatt im Feuerwehrhaus durchgeführt. Ebenfalls die Dokumentation und Überwachung der Prüfintervalle der Geräte sowie der G-26 Untersuchungen der einzelnen Atemschutzgeräteträger. Auch das Befüllen der Atemluftflaschen und der Arbeitsflaschen wurde in Malsch vorgenommen. Im Berichtsjahr verfügt die Feuerwehr Malsch über 9 ausgebildete und für den Einsatzdienst taugliche Atemschutzgeräteträger (PA).

Bevor Bürgermeisterin Sibylle Würfel die Entlastung des Feuerwehrausschusses vornahm, überbrachte sie die Grüße des Gemeinderats und der Gemeindeverwaltung und wünschte den Anwesenden noch ein gutes neues Jahr 2019. Zu den Berichten der einzelnen Fachgebiete gab es laut Bürgermeisterin Würfel wenig hinzuzufügen. Den aktiven Feuerwehrangehörigen der Einsatzabteilung, besonders den Funktionsträgern, sprach sie Worte des Dankes und der Anerkennung für die geleistete Arbeit sowie den enormen Zeitaufwand aus. Da zu den Berichten der einzelnen Fachgebiete keine weiteren Fragen mehr zu verzeichnen waren, konnte so der Antrag auf Entlastung des Feuerwehrausschusses von den aktiven Feuerwehrangehörigen einstimmig angenommen werden.

Für die anstehenden Wahlen eines neuen 2. Stellvertretenden Kommandanten wurde als Wahlleiterin Bürgermeisterin Sibylle Würfel bestimmt. Die Wahlen wurden geheim mit Stimmzetteln vorgenommen. Hier wurde Peter Maschler von den Angehörigen der Einsatzabteilung als neuer 2. Stellvertretender Kommandant gewählt.

Nachdem auch keine Anträge eingegangen waren, bedankte sich Michael Würth zum Ende der Versammlung bei allen Anwesenden.

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